Evidenz-Update mit DEGAM-Präsident Martin Scherer

Transcript

Zurück zur Episode

00:00:00: Music.

00:00:08: Alles hat ein Ende heißt es alles hat ein Ende sagt Martin Scherer wie schön wäre es doch.

00:00:14: Dies auch für diese Corona Pandemie doch angesichts Toennies und Co neuen regionalen lockdowns sieht es einstweilen noch nicht.

00:00:24: Dennoch müssen wir über das Ende reden und damit herzlich willkommen zum Corona-Update an diesen Mittwoch es ist ja 24 Juni wir das sind Martin Scherer.

00:00:33: Präsident der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin der Dekan und Direktor des Instituts und Poliklinik für Allgemeinmedizin am UKE in Hamburg.

00:00:42: Und ich bin Dennis Nusser stellvertretender Chefredakteur Nachricht nicht auf die Ärzte Zeitung aus dem Hause Springer Medizin.

00:00:48: Guten Morgen Hamburg Martin Scherrer guten Morgen Neu Isenburg Dennis eines Lara eigentlich ist das ja heute ein Tag wo ich ganz traurig bin warum.

00:00:58: Weiß keine Fußnoten gibt sie also jedenfalls planmäßig für diese Episode aber frühesten gibt's doch eh nie es gibt doch shoutouts

00:01:05: ja sie haben soll ja fast okay das war jetzt semantische Sprachverwirrung also weil es keine Shownotes gibt deswegen bin ich eigentlich ganz traurig

00:01:12: na das macht doch nichts oder wir wollen Sie mal sehen also irgendwie habe ich sie schon lieb und ich kümmern in den letzten Episoden die schon los und die Endnoten und die Fußnoten.

00:01:21: Wer weiß was passiert wir wollen wir schauen diese heutige Episode Herr Scherer die wird ja haben wir uns vorgenommen eine

00:01:28: ganz besondere und zwar das ein ganz

00:01:31: ja wichtigen Grund vielleicht den wichtigsten Grund überhaupt den man haben kann in dieser Jahreszeit denn sie wollen in den Sommerurlaub vielleicht sogar auch

00:01:40: müssen das gibt uns jetzt gleich die Gelegenheit zu dieser frühen Stunde den Cliffhanger einmal vorzuziehen was heißt sie denn davon wo geht's denn hin in Sommerurlaub.

00:01:49: Camping in Deutschland das ist ja der neue Boom warum sollten wir uns den verwehren wir werden ein bisschen herum fahren und etwas Camp

00:01:58: und zum Schluss dann einige Wochen in Bayern sein in Oberbayern also statt Olivenernte auf Mallorca dann Kempten in Bayern das ist das neue normal Herr Scherer

00:02:08: heute wollen wir ein bisschen locker plaudern das ist jedenfalls ein bissel die Idee gewesen die wir hatten im Vorfeld wir wollen heute kein evidence ab

00:02:15: dad machen wir wollen keine Studien zerpflücken oder irgendwelche perspactive Beiträge bereden wir wollen uns nicht mit Modellierungen beschäftigen was für zuletzt öfter mal getan haben und das hat

00:02:28: mehrere ja gute Gründe also ein Grund hatten wir schon das ist Bayern und in der vergangenen Episode das ist dann jetzt mal der andere Grund haben Sie unsere Hörerinnen und Hörer ja ein wenig im Unklaren gelassen wenn ich das mal so mit Verlaub sagen darf

00:02:42: ich sage nur alles hat ein Ende Zitat Schere Ende jetzt entgegne ich ihn mal mit chimac Corona-Update darf nicht sterben

00:02:50: ja czymmek also ich erinnere mich noch an die Sendung und die habe ich als Kind gesehen wenn Schimmel hinter seinen braunen Schreibtisch saß und immer irgendein Tier dabei hatte und.

00:03:02: Das Tier hat dann irgendwelche Faxen gemacht vor der Kamera oder nasse hat ihm in den Haaren gekuschelt

00:03:08: ja Serengeti darf nicht sterben heißt das glaube ich nicht war korrekt ja ja und das war ein Film der wenn ich mich recht erinnere von den Anfängen des dahingeht ihn dann

00:03:19: sonal Parks in Tansania erzählt hat und

00:03:22: die tansanische Nationalparkverwaltung wollte das zu Schutzgebiet um den oranguru Krater einzäunen und dann ist chillig mit seinem Sohn dann da drüber geflogen Ron

00:03:36: ich haben dann mit den Flugzeug innen Zählverfahren gemacht um zu schauen wie die Tiere wandern wie die Herden laufen und so weiter gab da glaube ich auch noch eine sehr tragische Geschichte mit seinem Sohn aber Zäune

00:03:50: Zählungen aus der Vogelperspektive Herden vielleicht merken sie zu ihrem eigenen Erstaunen dass ihr Vergleich gar nicht mal so unpassend.

00:03:58: Oje wo bin ich da hineingeschlittert vielleicht muss man das noch aufklären für alle die das nicht wissen mit Michael czymmek der ist gar nicht so alt geworden der ist 59 gestorben war relativ jung und ganz

00:04:10: dämlicher Unfall wo ist das gewesen der ist mit seinem Flugzeug mit einem Vogel zusammengestoßen und hat dann die Kontrolle über das Flugzeug vor Lorenz abgestürzt also tragischer geht's kaum oder

00:04:20: nein also schlimme Geschichte Serengeti ist nicht gestorben und zurück zu ihrer Frage Corona-Update darf nicht sterben ich muss zugeben dass ich da etwas hin und hergerissen bin draußen ist es sommerlich warm die Urlaubszeit steht vor der Tür und.

00:04:35: Es gibt doch eine gewisse Sehnsucht nach einem Corona freien Sommerloch auch bei mir ich habe da so ein Bild vor Augen ich war kürzlich joggen

00:04:43: eine schöne Landschaft ein Feldweg eine grüne Wiese ein Zaun

00:04:48: eine Böschung ein Bild zum abmalen und im Vordergrund liegt dann da einfach eine Maske einer

00:04:54: einwegmaske eine OP Maske liegt dann da mitten in der Landschaft einwegmaske Böschung Zaunfeld

00:05:01: ich glaube das ist was für die Shownotes oder das Bild könnte gerne in die Scheune zu tun ich habe alle Rechte habe es dann joggen gemacht und dieses.

00:05:09: Das bringt es eigentlich ganz gut auf den Punkt es könnte so schön sein das könnte jetzt

00:05:15: Sommer sein wenn diese blöde Maske nicht wäre es könnte ein wunderbarer Ausflug in die Landschaft sein wenn diese Maske nicht wäre und es ist eigentlich Sinn

00:05:25: bildlich für diese pipes es ist eine

00:05:28: Sehnsucht nach Corona freier Zeit da gleichzeitig zeigen uns einzelne Ereignisse und auch lokale

00:05:35: Ausbrüche Turniers haben sich schon genannt

00:05:38: dass der Sommer wahrscheinlich nicht so richtig Corona frei werden wird oder ziemlich sicher nicht Corona frei werden wird und wenngleich es keine direkten Anzeichen gibt für eine zweite Welle so müssen wir zumindest sehr wachsam sein und das zeigt sich ja auch in dem

00:05:52: nebeneinander von Meldungen schauen Sie einfach nur mal den gestrigen Tag an da gibt es Meldungen nebeneinander da gibt es auf der einen Seite die Meldung dass Berlin die Kontakt Beschränkungen abschafft dass der Senat neue Corona Regeln beschließt dahingehend dass die Kontakt Beschränkung gelockert werden dass wieder mehr Kunden

00:06:12: handygeschäfte dürfen.

00:06:13: Gleichzeitig am selben Tag gibt's Maßnahmen im Kreis Gütersloh die verschärft werden wo Museen geschlossen werden

00:06:22: Fitnessstudios Kinos und Bars und Restaurants und Geschäfte nur unter Auflagen geöffnet werden dürfen das heißt also das Corona-Update oder zumindest unter

00:06:33: Podcast wird nicht sterben aber die Sommerpause wird auch nicht so ganz Corona frei wie gewünscht werden und die Pandemie wird vorerst auch nicht sterben

00:06:43: mit wem noch auf das Bild von ihnen mit der Maske zurück die die Maske ist ja so ein bisschen die Metapher dieser Zeit da vielleicht ein Synonym für alt

00:06:51: das was uns hier begegnet ist in den letzten Monaten und was uns noch begegnet und.

00:06:56: Sie haben gesagt wie schön wäre es doch wenn wir jetzt diese Corona Freiheit in diesem Sommer bekäme

00:07:01: wenn alles mal wieder jetzt bitte Corona frei sein könnte ja Corona-Tunnel schwierig also es wäre ganz gut wenn man aus diesem Tunnel mal wieder raus käme das ist mal die eine Perspektive von Corona Freiheit die andere Perspektive aber ist Corona ist jetzt da also dieses neue SARS Coronavirus das ist jetzt da das ist jetzt bei uns und das werden wir auch nicht wieder verlieren also Corona Freiheit Herr Scherer das ist eine Chimäre oder

00:07:24: ja zumindest vorerst und auch für das ganze nächste Jahr würde ich sagen Scheiße dich verstehe ich die Sehnsucht

00:07:31: ich wieder die Hände geben zu dürfen diese ganze distanzieren wieder aufzuheben aber auf der anderen Seite

00:07:38: scheint dann auch und dass er nur individuelle Beobachtungen so weine auch ein bisschen zu schnell zu gehen also ich sehe dann doch ziemlich wenig Masken im Augenblick und es sieht dann auf Straßen auf Gehwegen auf Spielplätzen oder auch auf öffentlichen Plätzen

00:07:52: doch passt sie dazu normale aus ich will das gar nicht bewerten aber ich weiß nicht wie es Ihnen geht aber so schrecklich viele Masken sieht man dann doch nicht.

00:08:01: Na ja ich habe da so eine doppelte Perspektive also ich sehe irgendwie ganz viele Masken und zwar als neue Umweltsünde

00:08:08: überall rum zu fliegen auf den Straßen in den Mistkübeln überall sieht man Masken

00:08:14: der neue Trash dieser Zeit irgendwie also einwegmasken vielleicht doch achtsame wie weggeworfen das ist eine totale surreales Situation wenn man das ja Scherer mal verknüpft mit der Situation zu der wir in der medizinischen Versorgung am Anfang dieser Epidemie dieser Pandemie waren wo ihre Kollegen auf geschrien haben dass sie keine Schutzausrüstung haben jetzt

00:08:36: Annette ich die Hersteller dann irgendwie doch reagiert und offenbar gibt jetzt genügend Masken und man näht sich ja die Dinger auch selbst das haben wir ja gelernt und jetzt liegen die da so

00:08:44: achtsam irgendwie rum geworfen wenn ich habe neulich einen gesehen da kam aus dem Supermarkt raus hatte natürlich eine Maske auf das ist ja Pflicht

00:08:52: und beim Rausgehen Namedy ab und warf die in den Mistkübel auf der anderen Seite ich war am Wochenende in Wien in einem

00:08:58: ausgebucht im Flugzeug habe ich gesessen und da haben sich wiederum das ist jetzt die andere Seite der Medaille alle Passagiere ganz

00:09:06: ordentlich an dieses Masken Gebot oh das ist ja eigentlich eine Pflicht gehalten die saßen da ganz ruhig auf ihren Sesseln und hatten Masken auf am Flughafen in Wien oder in Frankfurt das gleiche die hatten Masken auf und das fand ich schon beeindruckend diese Verantwortungsbewusstsein vielleicht.

00:09:23: Ja und auch Disziplin und ich glaube dass diese Disziplinen wirklich angemessen ist auch wenn jetzt zum Wochenende hin

00:09:29: Badetemperaturen erwartet werden hochsommerliche Wärme vorhergesagt ist es gibt keinen Grund jetzt im Augenblick allzu sorglos zu werden und wir müssen schauen dass wir diese lokalen Ausbrüche das für die verhindern dass wir die im Blick behalten

00:09:46: und dass wir uns da wirklich jetzt auch

00:09:49: im Sommer nicht zu viel erlauben noch mal ne zweite Welle sehe ich jetzt im Augenblick nicht aber wir müssen schon achtgeben und der Scherrer dass wir vielleicht auch jetzt diese Zeit gerade in dieser Woche mal dazu nutzt über die Art unseres Fleischkonsums in diesem Land nachzudenken der vielleicht auch dazu beiträgt dass wir diese Klasse haben die wir jetzt gerade haben

00:10:09: aber das ist vielleicht noch mal ein ganz anderes Thema auf einer ganz anderen Ebene bei Gelegenheit ja also das ist sind natürlich Ernährungsthemen das sind

00:10:19: Umweltthemen und jetzt wie dieser Fleischindustrie auffällt eben auch die Kontextfaktoren die Leben eigentlich die die da arbeiten müssen

00:10:31: und welchen Risiken und hygienischen Bedingungen sind die eigentlich ausgesetzt also

00:10:36: corona Freiheit das ist noch mal mit dem Sternchen versehen oder auch mit dem? Und dennoch ich sag's noch mal Corona-Update darf nicht sterben Herr Scherer dennoch auch Sommerpause jetzt an und wir wollen ja.

00:10:51: Nicht dauerhaft in diesem Corona-Tunnel bleiben nicht wahr

00:10:54: nein also das sind wir eigentlich immer schon wieder auf dem Weg gewesen dass wir gesagt haben wir müssen die Perspektive weiten wir müssen ihn von allen Seiten beleuchten

00:11:04: und wir können ja eigentlich nicht so monothematisch bleiben

00:11:07: und das heißt es wird diesen Podcast auch weiterhin geben das hatten sie ja schon angedeutet auch in der letzten Episode dann eben nicht mehr unter dem Rubrum Corona

00:11:16: steht sondern unter dem Titel evidence Update genau wir werden es evidence Update nennen wir werden wöchentlich machen und werden dann den Blick auf die

00:11:27: gesamte Medizin lenken auf Evidenz Stücke die relevant sind natürlich vornehmlich für die hausärztliche ambulante Versorgung aber hier und da vielleicht auch mal in den stationären Bereich Leucht.

00:11:40: Wir werden uns mit Studien befassen mit klinisch relevanten Forschungsarbeiten und wenn es dann akut wird finden

00:11:49: hier und da Redebedarf auf kommt dann bin ich der Auffassung können wir mal wieder einen Corona-Update einstreuen oder auch mehrere

00:11:58: je nach Bedarf aber ich hoffe natürlich dass die Notwendigkeit nicht bestehen wird.

00:12:03: Jetzt wollen wir vielleicht noch mal bitte zurück schauen in der Schere wir haben uns vorgenommen diese Episode heute jetzt sind wir schon irgendwie so bis ins Plaudern geraten das war in der Tat auch unsere Absicht dass wir diese Episode benutzen wollen

00:12:16: und in Form eines ich sag amal Making-Of mit

00:12:21: diesen Podcast zu beschäftigen mit diesem noch immer heißt der Corona-Update wie der entstanden ist warum wir ihn ins Leben gerufen haben und ich habe mir in der Tat mal in Vorbereitung auf diese heutige Episode meine E-Mail Ablage angeschaut haben die durchkämmt und da sind mir ein paar E-Mails aufgefallen

00:12:38: und andere meine die von ihnen kam datiert

00:12:42: auf den 16. März dazu muss man sagen dass wir an dem Freitag dem 13. März ist jetzt kurioser Zufall im Ärztetag Podcast der Ärztezeitung in einem.

00:12:53: Interview dass ich mit ihnen geführt habe über die Rolle der Hausärzte in der Korona Pandemie gesprochen hatten und in eben dieser

00:13:00: ein E-Mail 3 Tage später haben sie dann war sie mir mitgeteilt das hat ihm großen Spaß gemacht gerne mehr davon Ausrufungszeichen

00:13:07: und die ist da mal irgendwie zwei Tage bei mir liegen geblieben diese E-Mail und dann habe ich sie einfach mal so ganz direkt salopp

00:13:13: gefragt ob sie denn nicht Lust und Zeit auf ein täglichen Podcast hätten in Sachen Corona

00:13:19: und die Antwort will heißen ihre Zusage die kam prompt nämlich glaub noch am selben Tag am selben Abend Nachmittag wieder Telefon und dann haben wir irgendwie noch eine

00:13:27: guten Woche gebraucht diverse Abstimmungen Vorbereitung 8 mit der Pressestelle von der DEGAM bei uns intern war noch sehr viel Leute mehr in der Redaktion mit eingebunden und dann ist schließlich am 26. März die erste Episode auf Sendung gegangen Herr Scherer das ist drei Monate her ich erinnere mich noch

00:13:45: Andy erste Folge.

00:13:47: Mit einer fürchterlichen Tonqualität und die quälende suche nach einer Titelmelodie einem Jingle für diesen Podcast also das waren so paar Dinge die mir dahin geblieben sind das ist jetzt mal so meine meine redaktionelle sich aus dem Studio wenn Sie so wollen

00:14:01: was war eigentlich das habe ich weiß gar nicht ob sie das jemals so gefragt und was war damals eigentlich ihre Triebfeder so spontan aufzuspringen und für dieses Projekt für diese Idee

00:14:12: zuzusagen.

00:14:13: Ja also für mich persönlich war es eine Art coping Mechanismus in der Krisenzeit also eine Art ist mit dieser Situation umzugehen die Podcast haben mir dabei geholfen mich selber zu strukturieren und haben mir dabei geholfen mich auf Konstrukt

00:14:28: Tiefe unproduktiver Art und Weise mit diesem ganzen Thema zu befassen und letztlich haben sie verhindert dass ich mich weg drücke dass sich

00:14:37: den Kopf in den Sand stecken und das Thema verdrängen sondern sie haben mich doch immer wieder auch zu einer Positionierung gezwungen und in der Hochphase des lockdowns waren sie einen liebgewonnenes Ritual das auch im Alltag strukturiert hat den Tagesablauf und mich durch den

00:14:55: Alltag begleitet haben also ich Copping Mechanismus sagen sie ja in ein Hilfsmittel.

00:15:01: War sie an dem man sich orientieren kann jetzt sind sie ja und das dürften.

00:15:05: Eigentlich die meisten Hörer Rinnen und Hörer dieses Podcasts wissen ja nicht einfach nur Martin Scherer

00:15:11: und Institutsdirektor und Hochschullehrer in Hamburg sie sind eben auch Präsident einer medizinischen Fachgesellschaft nunmal der der Hausärzte der Allgemeinmediziner da steckt doch sicherlich noch mehr drin als nur diese persönliche Mechanik ist Dachgesellschaft mit 7500 Mitgliedern

00:15:30: und das ist überhaupt schwer Sonntag gesellschaftliches Leben zu beschreiben

00:15:36: das sind Fachärztin Fachärzte für Allgemeinmedizin dabei für Innere Medizin das sind Studierende als Weg wieder dabei Soziologen Psychologen andere Wissenschaftler medizinische Fachangestellte Pflegekräfte und auch Studien Assistentinnen

00:15:50: und natürlich war es dann auch ein Impuls zu sagen wir brauchen da eine Stimme jetzt nicht vielleicht die DEGAM Stimme aber die

00:15:59: Mitglieder schafft der DEGAM und auch die HausärztInnen und Hausärzte die sollen doch einen gewissen Widerhall vielleicht auch eine Repräsentanz in den Fachmedien erfahren dass war schon auch mit eine Triebfeder

00:16:12: Scherer wenn ich da so ein bisschen aus dem Nähkästchen plaudern darf ist hat sich hier und da sind gewiss auch rot roter Faden durch unsere Gespräche gezogen durch unsere Vorbereitungen die wir gemacht haben vor jeder Episode und

00:16:23: eines und ich glaube das ist kein Geheimnis das darf ich verraten war von Anfang an die Wahrnehmung eine Einengung.

00:16:31: Des Diskurs einer Einengung auch der Berichterstattung auf dieses infektiologische pandemische geschehen wenn ich das so rekapituliere war das glaube ich nämlich der Versuch diesen Blick wieder zu weiten einerseits auch die Haus Erzählperspektive in das Spiel zu bringen und andererseits aber auch

00:16:50: die Themen breiter zu machen Corona als etwas größeres zu sehen glaube ich war eine maßgebliche Triebfeder auf für diesen Podcast oder sehe ich das falsch

00:16:59: das war eine ganz wesentliche

00:17:01: Triebfeder ist war der Versuch die Pandemie zu kontextualisieren also als Teil unserer Welt und unseres Dasein zu betrachten und

00:17:12: eben nicht wie sehr oft an anderer Stelle als Singularität als etwas absolutes stehen zu lassen

00:17:19: kontextualisieren trifft glaube ich ganz gut an dieser Stelle wir haben sehr viele Aspekte gestreift wir haben manchmal zurückgeblickt den deutsche Geschichte wir haben nach vorne geblickt und mit der Glaskugel befasst wir haben politische ethische

00:17:34: epidemiologische und vor allem natürlich viele medizinische Themen bearbeitet und haben doch immer wieder versucht Stichwort

00:17:43: Corona-Tunnel zu beschreiben was diese Pandemie mit uns macht mit unserer Versorgung macht mit den Patienten und Patienten macht was diese Pandemie mit unserer Gesellschaft macht.

00:17:55: Und das auf ganz vielen Ebenen also wer wir warten relativ früh angefangen über ethische Aspekte zu sprechen in dieser Pandemie sie erinnern sich das war Ende März da gab es eine Stellungnahme des deutschen Ethikrats

00:18:08: die sich mit diversen Fragen beschäftigt hat da ging es auch um die Triage

00:18:13: also ex ante ex post Triage erinnert sie sich richtig ja wir haben über das Thema palliativsituation ansatzweise gesprochen

00:18:21: ja über attraktive Entscheidungsfindungen über Entscheidungsfindungsprozesse wir haben darüber gesprochen dass man natürlich

00:18:30: über triadische reden kann aber man muss viel mehr darüber reden kriegen die Menschen die versorgen und die sie wollen und wie verhindern wir dass jemand auf die Intensivstation kommt er das gar nicht möchte und einem anderen dann vielleicht sogar den Platz wegnimmt und solche Dinge und werden natürlicher testen testen testen gesprochen als waren mit den teilweise meine lieblings Episoden es war der Versuch aus diesem Corona-Tunnel herauszutreten und zwar relativ rasch oder

00:18:55: es war der Versuch aus dem Corona-Tunnel herauszutreten

00:19:01: und es war auch der Versuch einen Kontrapunkt zu setzen nicht nur durch die thematische Breite sondern auch

00:19:09: einen Kontrapunkt zu setzen gegen die oft sehr rechthaberische und oftmals auch

00:19:16: evidenzbasierte Diskussionskultur und diesem ganzen Gedöns oder ich sag mal.

00:19:23: Dieser Kakophonie Wort dass sie immer wieder genannt haben dieser Kakophonie immer und immer wieder die Studienlage entgegenzuhalten mit all ihrer Unvollkommenheit und.

00:19:36: Mit all ihren Limitationen aber das ist das was mir dann auch am meisten Freude bereitet hat dass wir gesagt haben

00:19:43: welche Studien gibt es die wählen Verdi aus was kann man aus Ihnen als Key message herausziehen und

00:19:50: wir hatten ja auch dann den Vorteil dank ihrer Schülerlisten Arbeitsumgebung dass wir dann auch arbeiten besprechen kann.

00:19:57: Die aus embargo Gründen der Öffentlichkeit noch nicht zugänglich waren das ist der große Vorteil des Wissenschaftsjournalisten solange

00:20:05: sorgsam mit diesen Dingen umgeht dass er die wissenschaftlichen Arbeiten von den renommierten channels vor der Veröffentlichung bekommt und schon mal reinschauen kann wir haben in der Tat das ist irgendein Aspekt den will ich auch noch mal einen einpflegen so aus der journalistischen sich das geht jetzt über diesen Podcast hinaus

00:20:24: das was sie gesagt haben dieses Gedöns ich finde der Begriff Gedöns trifft es noch besser als Kakophonie

00:20:29: Gedöns ist etwas dass man doch die ganze Zeit wahrnimmt in der wissenschaftlichen Publikation wo keiner mehr hinterher kommt und wir dann auf Twitter also beispielsweise auf Twitter aber nicht nur dort ein riesiges umher interpretieren sich los

00:20:46: tritt und die Leute versuchen daraus irgendwelche Ableitungen zu treffen ich geb ihm ein schönes Beispiel wir haben

00:20:52: bei uns in der Ärztezeitung irgendwann begonnen weil wir gesagt haben wir überblicken nicht mehr was da alles publiziert wird 99,9% ist Bullshit

00:21:00: was veröffentlicht wird weil es keine klinische Aussagen treffen kann und wir können gar nicht bewerten da fahren wir die Zeit nicht weil es so viel Material ist dann haben wir irgendwann gesagt wir machen ein Übersichtsartikel wenn man so will also nach hat dieses Review aus schon alliston sich das aktualisieren weil jeden Tag.

00:21:15: Um neue Arbeiten dieser für halbwegs interessant halten ganz kurz und knackig und da stehen dann so schöne Geschichten drin wie

00:21:22: eine Fallserie von 18 Kindern aus Chicago die keine pneumologischen Symptome hatten aber eine hohe Viruslast und das sind dann Geschichten wo die Leute dann überlegen kann man jetzt aus dieser kleinen Fall Serie von Neugeborenen die.

00:21:36: Jünger als 90 Tage waren Ableitungen treffen für lockdownd ja Lockdown nein Kita Öffnung ja oder nein ja das sind Dinge die können überhaupt nicht entscheidungsrelevant sein

00:21:47: da begegnet sich auch schon alles muss und Wissenschaft EZW Pseudowissenschaft ist.

00:21:53: Sehr guter Einzelfall Darstellung sehr gute case reports auch Fall Ferien aber aus dem Ereignis allein kann man noch nicht viel gewinnen sondern die Frage ist dann immer wie man das diskutiert in den Kontext einen Ort.

00:22:06: Vergleich mit anderen Daten

00:22:08: das was sie jetzt gesagt haben nämlich dieses einordnen auch das kritische Hinterfragen das war ja durchaus diese Idee dieses Podcasts also den Tunnelblick zu weiten aus diesen Corona-Tunnel aus dieser

00:22:21: ein Gang in Sichtweite herauszutreten ich würde auch sagen dass es uns gelungen ist dem doch

00:22:28: sehr Wichern Esstisch Spezialist ich fokussierten Wissenschaft und Versorgungs Verständnis entgegenzuwirken was wir damit erreicht haben

00:22:37: oder ob wir damit was erreicht haben das weiß ich nicht es sind ja sehr viele Multiplikatoren die diesen Podcast anhören

00:22:44: vielleicht konnten wir Einverständnis begünstigen das den generalismus gerade in diesen Zeiten wichtig erscheinen lässt zumindest wichtiger denn je

00:22:54: dass die Allgemeinmedizin mehr ist als die Summe der abgespeckten Einzeldisziplinen und dass die Allgemeinmedizin auch ein eigenständiges wichtiges Fach ist es nicht

00:23:05: gleichzusetzen ist mit dem was die einzelnen Fachärztin für Allgemeinmedizin unter die hausärztliche Internisten tagtäglich in ihrer Praxis macht oft habe ich auch

00:23:17: Presseanfragen bekommen auch TV Anfragen die wollten dann

00:23:21: von mir nach Hausärztin oder ein Hausarzt genannt kriegen wo sie dann mal drehen kann.

00:23:28: Um die Hausarzt Ich-Perspektive einzufangen ich habe dann immer wieder erklärt dass sie die übergeordnete Perspektive des Fachs in einer einzelnen Hausarztpraxis

00:23:39: nicht finden werden

00:23:40: dass sie die hausärztliche Versorgung durch den Blick in eine Praxis auch nicht einfangen werden aber das hat mir auch wieder gezeigt wie schwierig ist doch wahr auch mit meinen Freunden

00:23:52: außen Hausärzteverband wenn wir montags im Krisenstab immer und zusammen telefoniert haben wie es eigentlich die Situation.

00:24:00: In der ambulanten Versorgung wie sieht's aus in den Praxen und es gab nicht die eine Situation es gab ein sehr vielgestaltige skillt und

00:24:12: was ich ein bisschen schade fand.

00:24:14: Das war dass es nicht gelungen ist das so in die Medien hinein zu tragen ist kann man natürlich sagen wenn es noch nicht mal gelungen ist

00:24:24: dass wir uns selber ein Bild von der Situation machen wie sie war wir hatten nur viele einzelne kleine Bilder viele einzelne Steinchen die

00:24:33: wird zu einem großen Mosaik zusammenfügen mussten aber wenn die Situation so heterogen ist dann kann man eigentlich auch nicht

00:24:40: erwarten dass sie im öffentlichen Diskurs gut abgebildet ist aber es waren schon viele da die sagten.

00:24:50: Wo ist eigentlich die DEGAM warum sieht man nur Virologen im Fernsehen und in den Talkshows wo sind die Vertreter des hausärztlichen Fachgebiet

00:24:58: und wir beide haben auch viel über die Mädchen gesprochen und ich muss sagen mich selber hat es gar nicht so sehr die Talkshow ausgezogen was mich gestört hat waren viele Anfragen einzelner Sendungen die schon eine fertige story hatten und dann von mir nur noch eine Note und braucht

00:25:12: der dann in dieses vorgefertigte Raster rein passen musste hatte eben auch mehrere Anfragen wo es darum ging die Hausärzte Arbeit zu beschreiben und das waren dann auch oft ganz merkwürdige

00:25:26: Vorgespräche weil es eben da gar keine Vorstellung dafür gibt was hausärztlicher Arbeit wirklich bedeutet aber zurück zu ihrer Frage ich glaube das ist dann am Ende doch ganz gut gelungen ist das Hausärzteverband und gegangen eine ganz gute Begleitung in der Krise waren und dass sie mit verschiedenen Pressemitteilung Mitglieder Briefen und Positionspapiere

00:25:49: dann auch was Gutes bewirkt haben

00:25:52: wir hatten ja ohne dass wir jetzt in ein Repetitorium verfallen wollen oder vielleicht ein addendum zur eben dieser Episode die Sie angesprochen haben das war unsere

00:26:00: diverse Corona

00:26:02: date Episode zu den Mechaniken Mechanismen der Medienwelt und der publizierten Welt in gerade solchen Krisenzeiten wie der Corona Pandemie das kann man sich ja alles anhören das ist für die Ewigkeit

00:26:16: publiziert kostenfrei verfügt.

00:26:18: Aber da hatten wir ja schon drüber gesprochen wie so ein Mechanismus manchmal ist in Medien wie Medien auf stories.com und ich stell mal eine Hypothese auf der Schere sie haben selbst gesagt

00:26:29: das Fach Allgemeinmedizin des hausärztliche tun ist weit mehr als nur die kleine Summe von von allen möglichen Fachgebieten sondern es ist die Medizin für den Menschen als ganzen das ist ja so ein bisschen das Selbstverständnis ich stell mal folgende Hypothese auf es würde mir als Journalist wahrscheinlich leichter fallen ein

00:26:49: abgestecktes Fachgebiet in einer Story zu schildern oder die Umstände die Bedingungen die Inhalte eines Fachgebiets zu schildern

00:26:58: Eis.

00:26:59: Von seinem großen Fachgebiet wird im hausärztlichen da sein sie haben es ja gesagt diese Anfragen die es da gab gibt uns mal Kontakt zu einem Hausarzt damit wir zeigen können wie Corona in der Hausarztpraxis funktioniert ihre Antwort an diese Sender war

00:27:13: geht nicht weil es zu mannigfaltig also im besten Schrägstrich.

00:27:18: Was ist ein Pfeil gibt es für 50.000 verschiedene Hausärzte Deutschland und alle haben ihre spezifischen Praxisbesonderheiten oder Versorgungs Besonderheiten und in einem Spezialisten Fach das sehr fokussiertes vielleicht sogar nur auf ein einziges Virus

00:27:31: oder auch auf eine Familie von vieren da ist es relativ überschaubar aber wenn ich überlege dass sind jetzt da ist jetzt

00:27:38: Facharzt der sich mit allen Krankheiten Geschäft wie wollen Sie das in einer Geschichte abfallendes macht kompliziert und jetzt spreche ich mal

00:27:46: aus dem Nähkästchen wenn der Journalist die Wahl hat zwischen komplizierter Recherche

00:27:51: und leichtere Scherer Herr Scherer was glauben Sie was macht der soll ich jetzt sagen er geht den schwierigen Weg er geht dadurch die tun da wenige Ausnahmen viele machen sich zwar natürlich einfach nicht alle aber viele Herrscher schauen wir noch mal so ein bisschen zurück ich habe übrigens das ist mir jetzt gerade so im Gespräch ist mir das gekommen ich sag nur in der Fußnoten oder besser gesagt Shownotes und ich

00:28:13: Google innerlich so ein bisschen bei ein schon und Element haben wir ja schon das ist ihr Handy Foto von eben dieser Koppel mit dem Zaun und dieser Maske die da liegt

00:28:22: das kommt da in jedem Fall rein und ich habe noch eine zweite Fußnote nämlich Stichwort tunnelblick

00:28:28: ohne dass wir es jetzt heute im Detail bereden wollen aber ich ich halte ihn für lesenswert ein Aufsatz der ist gestern Nacht erschienen in den Health Affairs ein Aufsatz von Julien holt Lanzette.

00:28:38: Die

00:28:39: beschreibt in diesem Aufsatz in ihrem Essay die negativen Effekte von Social distancing für die Effekte auf Morbidität und Mortalität und die fordert letztlich ein Social in all policies Ansatz auch eben in Pandemie Zeiten das kennt man so bisschen von diesem Health in all policies Ansatz von der WHO und das wäre jetzt mal

00:28:59: eine zweite Fußnote die mir gerade einfällt und nicht dritte da haben sie mich drauf gebracht das Kompetenznetz public health covid-19 das hat dieses Thema Isolation und die Risiken davon auch bereits in mehreren rabbit Reviews und Stellungnahmen thematisiert beispielsweise Mortalität.

00:29:16: Beispielsweise kardiovaskuläre Morbidität

00:29:19: durch Isolation diese Verbindung diese Vernetzung von unterschiedlichen Fachgesellschaften ich glaube über 20 an der Zahl in diesem Kompetenznetz public health covid-19 ist eine gute Sache die DEGAM ist daran beteiligt dass es eine sehr lesenswerte Stellungnahme zwischendurch war dann auch noch eine gemeinsame Stellungnahme mit dem city

00:29:41: erschienen und verschiedene Pressemitteilungen nicht zu vergessen und zu living guideline also

00:29:48: wir haben da schon einiges gemacht und diese Arbeiten die sie da zitiert haben

00:29:53: die würde ich jetzt am liebsten direkt besprechen aber das ist heute ausnahmsweise mal nicht dran das machen wir dann wieder nach der Sommerpause

00:30:01: das machen wir nach der Sommerpause ein Lesetipp kann man aber geben ich würde sagen Herr Scherer wir packen die in die Shorts und dann kann sich jeder eine eigene Meinung bilden

00:30:10: das können wir gerne so machen vielleicht brauchen wir noch so ein bisschen was wie Transparenz und Offenlegung vielleicht wollen Sie mal unseren Hörerinnen und Hörern erzählen wie diese 7:30 Episoden eigentlich produziert worden sind wie wir das gemacht haben

00:30:24: das war oft mit sehr früh aufstehen verbunden oft morgens um 6 Uhr oder noch früher dann haben wir.

00:30:31: Die Aufnahme gemacht am Vormittag habe ich dann einen Soundfile gekriegt zur Kontrolle und Freigabe auch unser Pressesprecher Philipp Saison

00:30:41: hat sich das immer angehört hat auch wichtige Hinweise

00:30:44: gehabt dazwischen zwischen Aufnahme und Freigabe war sehr viel Bearbeitungszeit über die sie dann sprechen müssen

00:30:52: am Nachmittag oder am Abend dann Vorgespräch für die nächste Ausgabe und am nächsten Morgen dann wieder alles neu und zwischendrin viele Telefonate ich habe dabei auch unseren Austausch wenn ich das mal so persönlich sagen darf sehr geschätzt insbesondere das Weiten der Piste

00:31:08: Tiere in den gemeinsamen Gesprächen es waren auch ein paar Albernheiten dabei die sie rausgeschnitten haben vielleicht bringen wir die irgendwann mal in einem Making-Of aber insgesamt ein

00:31:19: Projekt dass mir gut getan hat und lass mich persönlich auch durch diese Krise begleitet hat.

00:31:25: Diese Albernheiten die heben wir uns vielleicht auch für die Weihnachtsausgabe das machen wir dann in der großen Tradition ist British Medical Journal die bringen ja auch meine alberne Ausgabe zu Weihnachten raus das können wir dann mit diesem Podcast auch mach mal so eine Making-Of Ausgabe aergera sie haben es jetzt schon Umrissen wie das abgelaufen ist also auch ich kann ihn natürlich

00:31:44: dazu sagen habt über diese Gespräche mit diese Podcasten Menge gelernt

00:31:47: das ohnehin ist der Reize Journalisten dass man dafür Geld bekommt dass man lernen darf wenn ich jetzt mal das was sie so Umrissen habe versucht zu zusammenfassen in eine Zahl zu packen also Aufzeichnung

00:32:00: kann man sich so denken im Median mindestens 60 Minuten das schneiden

00:32:06: packen wir vielleicht noch mal 3 Stunden obendrauf dann die Finale Abstimmung vielleicht noch mal eine halbe Stunde obendrauf dann das Vorgespräch für jede Episode vielleicht eine Stunde mal mehr mal weniger medianen vielleicht wieder so 45 Minuten und dann die Vorbereitung das Lesen von Studienergebnissen von Arbeiten von papers des rum schicken von E-Mails das Abstimmen von Themen ich würde mal aus dem Bauch heraus schätzen ich habe nie systematisch erfasst aber aus dem Bauch heraus schätzen auf

00:32:34: beiden Seiten pro Episode bestimmt ein halber Arbeitstag wie schätzen Sie dass ich hätte jetzt auch gesagt vier Stunden pro Tag sicherlich vielleicht muss man noch mal dazu sagen dass wir keinen 10 köpfiges Team haben das auch Sie in Ihrer Redaktion kein 10 köpfiges Team.

00:32:50: Team haben sondern dass sie das alles alleine machen das ist es genau das ist in so einem nonprofit project was es ja hier ist geht es nicht anders natürlich ja.

00:32:59: Aber ich glaube dafür gelingt es uns ganz gut ne auch ohne 10 köpfiges Team Hintergrund.

00:33:03: Ja zumindest habe ich noch relativ wenig negatives Feedback bekommen man muss dazu sagen das habe ich von ihnen gelernt so wahnsinnig viele Zuschriften gibt es dann nicht

00:33:15: in diesem Business aber die Zuschriften die wir bekommen haben waren doch recht.

00:33:20: Positiv bestärken und ich selber komme aus einer Fachgesellschaft die denn kompromisslose und unerbittlichen Faktencheck

00:33:31: liebt und glücklicherweise konnte mir da bislang noch keinen Blödsinn nachgewiesen werden die nicht da verzapft hätte

00:33:40: eins interessiert mich aber dringend nämlich

00:33:43: wenn wir sagen also mal mindestens vier Stunden pro Arbeitstag fließen da reine dieses Projekt auf beiden Seiten also amaia Männern ganzer personentag

00:33:53: jetzt haben sie eine enter Kombination aus Hochschullehrer Institutsdirektor und

00:33:58: Präsident einer Fachgesellschaft er letzteres insbesondere ein Ehrenamt.

00:34:04: Wie wie lässt sich das damit überhaupt vereinbaren eigentlich war das Corona-Update für mich das perfekte Format all diese Ämter zusammenzuführen nämlich durch diesen Zwang sich immer wieder intensiv mit dieser Thematik zu befassen

00:34:17: sei mal eben möglichst wenig Blödsinn reden möchte

00:34:20: also muss man jede Menge lesen und durch die vielen Studien die ich einerseits selber gefunden habe aber die auch Sie mir unter die Nase gehalten haben hatte ich

00:34:29: eigentlich meistens das Gefühl halbwegs auf Ballhöhe zu sein und das hat mir persönlich gut getan in dieser Zeit on

00:34:35: dadurch dass dann meine Verlautbarungen

00:34:39: auf ihrer Website zugänglich waren wussten die Studierenden wussten die Kollegin und Kollegen aber auch meine Mitarbeiter im UKE wie ich über diese Dinge denke und

00:34:49: vielleicht das wäre zumindest eine schöne Vorstellung war der Podcast an so einer Art missinglink zwischen DEGAM studentische Lehre klinische Versorgung und meinem Hauptberuf

00:35:02: am Institut und Poliklinik für Allgemeinmedizin in Hamburg.

00:35:06: Und vielleicht muss ich das auch mal sagen sie haben mich immer so wunderschön ausreden lassen vielleicht ist der Podcast so wie wir ihn hier machen

00:35:15: die letzte Zuflucht des ausreden lassen es wo gibt es das heute noch das war ungebremst reden darf also vielleicht darf ich ihn auch mal eine Frage stellen bei der ich Sie das ist versprochen

00:35:26: sicher auch ausreden lassen werde wie ist das eigentlich mit dem Job des nachrichten Chefs bei einem aktuellen Medium

00:35:33: mitten in der Krise wie ist das miteinander vereinbar diese vier Stunden pro Tag

00:35:38: ohne Kollegen die einem den Rücken freihalten gar nicht es ist mit

00:35:43: dem Job eines nachrichten Chefs der letzt sich die inhaltliche Produktion steuert von verschiedenen Zeitungs Produkt

00:35:50: von täglichen online Formaten ist es nicht vereinbar in so einer Zeit wo wir überschüttet werden mit Nachrichten die wir selbst oft nicht verstehen und das geht

00:35:59: im Prinzip nur dann dass man früh aufsteht spät ins Bett geht.

00:36:03: Sich am Wochenende hin setzt und sich mit den Themen beschäftigt oder den Podcast in den Vorbereitungen und wir haben auch auf Sonntag telefoniert das kann man auch durchaus sagen

00:36:11: muss kein Geheimnis sein und dass man Kollegen hat die einem an anderer Stelle Arbeit abnehmen und dafür bin ich unheimlich dankbar das darf ich ja auch mal mitteilen dass ich eben diese Kollegen habe die sofort als wir gesagt haben wir machen dieses Corona-Update gesagt haben ich nehme der hier und da was ab und anders wäre das nicht gegangen

00:36:28: das ist doch

00:36:29: Scherer schauen wir mal in unseren Podcast rein 37 Episoden drei Monate an der Zahl 3 Monate insgesamt gab's da

00:36:39: für sie eine episode von der sie jetzt noch sagen das war für mich so die Highlight Episode.

00:36:46: Es waren Episoden dabei auf die ich mit Freude und Befriedigung zurückblicke ist waren auch welche dabei auf die ich nicht so stolz bin aber in der Mischung aller 37 Episoden würde ich sagen

00:36:59: das ist uns doch.

00:37:01: Ganz gut gelungen ist wenn sie mich auf Highlights ansprechen würde ich sagen ein besonderes Highlight war die Folge zur Rolle der Mädchen während der Pandemie wo wir beide das Mikrofon einmal tauschen durften

00:37:14: das habe ich in sehr guter Erinnerung und einen kleinen Anklang daran hatten wir jetzt auch eben wieder also das war eine sehr gute Folge

00:37:24: Scherer rutschen und das war aber auch ein Bild der Plan heute ein bisschen plaudern folgende über diesen Podcast über die Hintergründe dieses Podcasts und wie es weitergeht wir trifft Nummer so ein bisschen ab wie gesagt das ist korrekt zu das ist gewollt

00:37:38: jetzt aber über ja Highlights weniger gute Highlights gesprochen probieren wir es doch noch mal anders

00:37:46: nimm das noch mal eine vielleicht andere Perspektive ein wir haben immer wieder beklagt das war durchaus auch eine Triebfeder diesen Podcast dieses Projekt zu starten das die ganze Welt ja nicht nur die Medizin

00:37:59: in Sonnenkorona waren hinein gerutscht ist in ein Corona-Tunnel vielleicht musste sie das sogar und wir haben aber selbst ein Podcast dazu gestartet also wir haben ja irgendwie in diesem Tunnel mitgemacht

00:38:12: war waren wir da nicht auch drinne Zeit lang ja also da gebe ich Ihnen recht diesen.

00:38:19: Unterfangen wohnt schon ein Widerspruch in der wir machen einen Corona-Update über 37.

00:38:26: Episoden hinweg um immer wieder zu sagen und darauf hinzuweisen dass es auch noch andere wichtige Themen gibt was man aber wirklich sagen kann

00:38:35: und ich hoffe dass stimmen Sie mir zu ist dass wir kaum einen Aspekte Corona

00:38:41: Thematik ausgelassen haben es hat aber auch viel mit der.

00:38:46: Motivationsfaktoren diesem Podcast zu machen auf diesem ich eben auch schon angesprochen haben die Psychoanalytiker würden vielleicht Sublimierung dazu sagen oder Sublimation Sublimierung bedeutet ganz allgemein dass man.

00:39:01: Etwas durch einen Veredelungsprozess auf eine

00:39:05: höhere Stufe hebt Sigmund Freud hat die Sublimierung bezeichnet als einen Vorgang der Multiplikation von trieb Energie

00:39:12: in künstlerisch schöpferische intellektuelle Energie in

00:39:17: gesellschaftlich anerkannte Interessen Tätigkeit und Produktionen und da ist doch was Gutes herausgekommen dieser

00:39:26: Podcast und besser als den Kopf in den Sand zu stecken oder dann an diesem ganzen Lockdown zu verzweifeln war es dann letztlich auch Sie auf diese Art und Weise mit dem Thema zu befassen.

00:39:39: Habe ich gebe Ihnen Recht es ist es ist ein Widerspruch dass man auf der einen Seite sagt Mensch sei doch nicht so monothematisch und was machen wir.

00:39:49: Ja machen 37 Episoden zum Thema Corona-Update mir fällt dazu die Antwort einer Kollegin von ihnen aus Hamburg 1

00:39:58: die dort niedergelassen Hausärztin ist die hat das das ist eine Analogie die hat das mal mit twitter besprochen die ist auch auf Twitter sie sie sind ja auch auf Twitter andere Kollegen von ihnen sind auch auf Twitter unterwegs und da gabs mal.

00:40:12: Ein Diskurs ich weiß gar nicht mehr ob das selbst auf Twitter war oder ob das ob das einem anderen Ort war

00:40:17: wo eben gesagt wurde Hey Mensch auf Twitter das ist doch alles so ein doofes verkürztes Format das muss man doch eigentlich boykottieren da kann man doch gar nicht mitmachen da kann man noch gar nicht die Dinge in ihrer ganzen Komplex seit darstellen und die hat relativ brillant wie ich finde relativ klar formuliert ja moment mal du hast vielleicht recht mit deiner Kritik

00:40:37: aber wenn ich da jetzt nicht wegmachen

00:40:39: dem was ich mitteilen möchte was mir wichtig ist dann gebe ich eine Diskus Hoheit ab und dann überlasse ich den Diskurs doch anderen oder.

00:40:48: Ich glaube da ist auch was dran ja da ist auch was dran dass man sich.

00:40:53: Zu Wort meldet um dem Diskurs Einrichtung zu geben und eben Bereiche abzudecken die man vermisst in der Auseinandersetzung.

00:41:03: Also einfach am Ball bleiben und mitreden statt sich ins Kämmerlein zu verziehen und zu sagen wenn man beim immer weiß es aber eigentlich besser.

00:41:12: Ja ob man dann wirklich besser weiß dass da noch dahingestellt aber um

00:41:17: diesen ganzen recht Gehabe und dieser ganzen Corona schau etwas entgegenzusetzen.

00:41:24: Dass man zumindest selber gutheißen kann und wo man dann in den Spiegel gucken kann und sagen.

00:41:31: Kann ja das was ich da gesagt habe das war ich zu dem Zeitpunkt und dem kann ich auch stehen und

00:41:39: hoffentlich auch der Großteil meiner Fachgesellschaft.

00:41:42: Hersteller Zeit um Wunden zu lecken so seine Wunden gibt das wären wir jetzt gleich herausfinden wir gehen jetzt in die Anamnese schauen wir doch mal in die Innenansicht einer Fachgesellschaft will heißen

00:41:57: Innenansicht der DEGAM soweit das mit den gegebenen und sonsten überhaupt möglich ist

00:42:04: Corona sun der DEGAM nicht vorbei gegangen ist gibt eine S1 living guideline zu covid-19 es gibt eine eigene Leitlinien Gruppe die sich damit befasst da haben wir auch drüber gesprochen sie beschäftigen sich mit dem Thema viele andere ihre Kollegen

00:42:16: beschäftigen sich damit

00:42:17: sie haben erzählt es gab diese Krisensitzungen zu zusammen mit dem Hausärzteverband wöchentlich und so weiter und so fort wie hat denn Corona

00:42:26: die DEGAM beeinflusst hat Corona vielleicht die DEGAM verändert wird sie irgendwelche Spuren im besten Fall positive vielleicht auch negative hinterlassen wie ist die DEGAM damit umgegangen was hat die DEGAM vielleicht der draus gelernt fragen über Fragen

00:42:41: schafft also wie greift man Fach gesellschaftliches Leben ich habe ja eben schon was zur Mitglieder schafft er die haben gesagt das sind alles Menschen die in volles berufliches und privates Leben mal außerhalb der DEGAM haben DEGAM spielt sich in der Freizeit ab

00:42:58: degam spielt sich im Ehrenamt ab begann findet statt in E-Mails am Wochenende

00:43:05: und einmal im Jahr beim Jahreskongress bei dem ungefähr ein Zehntel aller.

00:43:10: Mitglieder zu erwarten sind und jetzt genau jetzt hätte ich eigentlich in dem Zug nach Berlin sitzen sollen wo diese Woche

00:43:19: der DEGAM Kongress zusammen mit dem ronca Europe Congress hätte stattfinden sollen

00:43:24: die Anreise steht immer noch im Kalender morgen wäre die Sitzung der ständigen Leiterin Kommission der DEGAM in Berlin gewesen und dann der große Kongress

00:43:32: Auftakt alles ist jetzt verschoben auf den Dezember und wir hoffen das Beste dass die Veranstaltung dann auch stattfinden kann.

00:43:40: Aber zurück zu ihrer Frage wie verändert das eine Fachgesellschaft

00:43:44: abgesehen von unserem Jahreskongress und in einzelnen Treffen unserer Sektion in den Arbeitsgruppen den Treffen des Präsidiums spielt sich

00:43:53: das Leben der Fachgesellschaft im virtuellen Raum ab es waren insgesamt sehr Kommunikations intensive Zeiten die Kommunikation war selbstverständlich nicht.

00:44:05: Immer konfliktfrei und was sich auch in unserer Fachgesellschaft gezeigt hat das war die Schwierigkeit

00:44:12: emotionalen Verortung und die Schwierigkeit den HausärztInnen und Hausärzte in Deutschland die ja die Multiplikatoren schlechthin sind

00:44:22: den eine innere Grundhaltung und eine emotionale Sicherheit zu vermitteln die sie dann auch auf die Patienten übertragen können und

00:44:31: deshalb weil die Betrachtungen oszillieren zwischen den beiden Polen große Katastrophe versus alles nicht so schlimm

00:44:40: deshalb ist es auch so schwierig für eine Fachgesellschaft ich dazu verorten jetzt nicht in öffentlichen Statement sondern eine emotionale Verordnung zu finden und deshalb gab es diese Polarisierungen auch bei uns.

00:44:53: Aber diese Spannung und diese Pole die sind völlig normal

00:44:57: und ich finde auch dass die DEGAM am Insel sehr konstruktiv damit umgegangen ist weil diese innere Spannung ein Abbild der Spannung ist

00:45:06: die allermeisten von uns mich eingeschlossen in dieser Corona Krise bislang durchlebt haben wir sehen auf der einen Seite furchtbare klinische Verläufe auf Intensivstation auf der anderen Seite sehen wir milde

00:45:19: und symptomlose Verläufe wir sehen katastrophale Bilder aus Italien und anderen Ländern und sehen stabile Verhältnis bei uns oder schauen Sie sich einfach noch mal ich habe es eingangs schon

00:45:31: adressiert die Meldungen von gestern an das sehen Sie Verschärfung der Maßnahmen Gütersloh aufgrund von Vulkanausbrüchen und gleichzeitig sehen Sie weitere Lockerungen in Berlin.

00:45:43: Der liegt schon im Gegenstand selbst ein gewisses spaltungs Potential und unter dem Strich würde ich das hab schon sagen dass wir als Fachgesellschaft stark und geeint dadurch gegangen sind und so gut wir konnten

00:45:56: dann auch die Krise konstruktiv verarbeitet haben und das ein oder andere sinnvolle Produkt dann auch.

00:46:03: Erstellt haben sie haben gesagt es ging nicht immer konfliktfrei rum ich glaube das haben viele von uns erlebt in dieser Zeit ob jetzt

00:46:11: innerhalb der DEGAM als Mitglied auf privaten Umfeld ob

00:46:16: mit Kollegen ob im Freundeskreis es gab Streit über Ansichten über Lockdown Lockdown ein dr.gut Lockdown schlechten um das jetzt mal relativ

00:46:25: Blatt und binär zu machen und sie haben eben auch gesagt es war nicht immer konfliktfrei in der DEGAM auf ganz verschiedenen Ebenen es gibt

00:46:31: verschiedene Metaphern über die man das mitbekommen kann wenn man das denn möchte eine dieser Metaphern dieser Deka Metaphern im positiven Sinne ist eben das Forum der Listserver allgemeinmedizin wo doch sehr viele Leute aktiv sind die eben DEGAM Leute sind und die dieses Jahr DEGAM gehen in sich tragen und da hat man sehr wohl ne Veränderung gemerkt als Betrachter ist Zuschauer der am Rand sitzt und das eigentlich nur betrachtet und die die Frage

00:47:00: die sich mir dann stellt ist glauben Sie dass die Mitglieder in der dekam dass die Hausärzte die sich engagieren dass die Fachgesellschaft

00:47:09: an sich dass sie an Stärke daraus geht oder dass sie zerstritten daraus gehen wird dann auf keinen Fall zerstritten also die DEGAM hat soviel Mitgliederzuwachs

00:47:22: in den letzten Monaten wie schon seit Jahren nicht mehr es wurde befürchtet dass so eine Fachgesellschaft Schaden nehmen kann das Gegenteil ist der Fall wir haben.

00:47:32: Unglaublich intensiv gearbeitet und haben offensichtlich noch viel mehr Mitglieder angesprochen darüber freue ich mich.

00:47:38: Persönlich sehr sie haben denn Lisdorfer Allgemeinmedizin angesprochen

00:47:43: der ist jetzt zwar nicht Teil der DEGAM aber sie haben es richtig gesagt es sind viele DEGAM aktive Menschen da drinnen und wir haben auch aus diesem Listserver unheimlich viele Impulse

00:47:54: bekommen es gab viele Querverbindungen

00:47:58: zwischen der sogenannten Basis ich mag diesen Begriff nicht so gerne weil das so was das klingt so nach unten so verstehe ich Basis nicht es gab sehr viele

00:48:08: Fährverbindung zwischen Basis zwischen gewählten Gremien zwischen Arbeitsgruppen und Sectionen da ist sehr viel passiert auf offiziellen und inoffiziellen wegen und ist zwar ein groß angelegter kalibrierungs Prozess und im

00:48:22: Endeffekt würde ich schon sagen dass es uns gelungen ist Meinungen zu bilden und das ist ja bei so vielen Mitgliedern nicht ganz so leicht

00:48:31: für die dann auch wirklich alle stehen und modern auch alle dahinter stehen und wo dann auch

00:48:37: für jeden in der Öffentlichkeit klar erkennbar ist was sie DEGAM zu den einzelnen Themen sagt.

00:48:42: Das wird interessant sein zu beobachten also spätestens im Dezember haben sie gesagt wenn es dann nicht eine zweite Welle oder einen neuen Lok

00:48:49: down gibt wenn der wonca Europe nachgeholt wird und die DEGAM Jahrestagung in Berlin dann wird man das ja

00:48:55: betrachten können vielleicht sogar schon bei der Mitgliederversammlung im Herbst so sie denn auch stattfinden kann wie es jetzt ja avisiert wurde das werden wir alles im Blick behalten ist

00:49:04: diesen Podcast ja Scherer ja dann nach wie vor wir machen jetzt drei Wochen Sommerpause zunächst einmal danach machen wir mit einem evidence Update weiter und das ist das große Thema der wissenschaftlichen Allgemeinmedizin evidence abklopfen auf Herz und Nieren checken und prüfen

00:49:22: was ist von Wissenschaft zu halten was wir wirklich klinische Aussagen stecken in der ein oder anderen studiert rennen sie hatten schon angedeutet wohin die Reise gehen wird

00:49:31: nach dieser dreiwöchigen Sommerpause wollen wir noch mal kursorisch machen das evidence Update welche Gestalt könnte das bekommen

00:49:39: ja vielleicht kann ich dann kleinen Umweg machen auf eine Leserzuschrift wir haben nach unserem letzten Podcast eine Zuschrift erhalten.

00:49:48: Von einem Kollegen der schrieb das im Zeitraum bis 15.06 ungefähr zwölf Mal so viele Personen an oder mit Krebs verstorben sein und lediglich ca 2 % aller bist ein Verstorbenen positiv

00:50:02: auf covid-19 getestet worden also dass man auf die Idee kommen könnte das andere negative Einflussfaktoren auf die Lebensdauer verhältnismäßig wenig

00:50:11: Aufmerksamkeit bekommen haben in der letzten Zeit und ohne dadurch jetzt wieder durch diesen Kommentar diese Diskussion diese.

00:50:21: Die Polarität zu befeuern möchte ich mir doch zwei Sätze erlauben welche Implikationen dieser Kommentar für mich hat also erstens bestärkt der mich darin.

00:50:31: Das ist richtig war

00:50:33: und auch richtig sein wird in unserem Podcast immer wieder zu versuchen aus diesen gedanklichen Corona-Tunnel rauszukommen und zweitens bestärkt er mich darin dass covid-19 nicht die neue Index Erkrankung werden darf die unser Handeln und.

00:50:47: Vollends strukturiert und dominiert und deshalb glaube ich hier sehr mich danach gefragt darf ich einmal außerhalb unseres Cliffhangers

00:50:56: erzählen was wir nach der Sommerpause machen wir werden mit den wöchentlichen Podcasts weitermachen

00:51:02: dann aber unter dem Namen evidence Update und das gibt uns dann die Freiheit

00:51:07: eben relevante Evidenz Stück aus der gesamten medizin zu thematisieren und uns eben nicht auf eine neue.

00:51:14: Sorry du Index Erkrankung festlegen für müssen eben nicht in den Corona-Tunnel hineingezogen zu werden sollte noch mal Krisen Schirmen herrschen

00:51:23: oder die immer wieder beschworene zweitewelle eintreten dann können wir auch gerne mal wieder Corona-Update einstreuen meinetwegen

00:51:31: wieder bis hin zu einer täglichen Frequenz dass das nötig wird das hofft niemand von uns

00:51:37: es wird jedenfalls weitergehen es wird auch mit unserer Zusammenarbeit weitergehen für die ich sehr dankbar bin ich will mich noch mal für die Gespräche mit Ihnen.

00:51:46: Bedanken die mir mental sehr gut getan haben.

00:51:50: Eine Stütze für mich waren in der Krisenzeit ich will aber auch den vielen Zuhörern danken die uns so treu und geduldig die Stange gehalten haben viele die uns dann doch auch Feedback gegeben haben

00:52:03: wir haben nicht an der einzige negative oder abschätzige Rückmeldung bekommen dafür viel

00:52:11: Unterstützung für konstruktive Anregungen und ganz zum Schluss möchte ich auch noch mal meinen Kolleginnen und Kollegen.

00:52:19: Degam danken die mir.

00:52:21: Sehr in dieser Zeit den Rücken gestärkt haben und wo ich das Gefühl hatte wir sind doch alle gemeinsam.

00:52:30: Durch diese Krise soweit sie ist noch nicht zu Ende durchgegangen aber sie merken es wieder.

00:52:38: Kurz vor der Sommerpause an ist ein bisschen ausgelaugt man will zumindest ein temporäres.

00:52:45: Ende oder zumindest eine Atempause die möchte mal haben und im August geht's dann wieder weiter.

00:52:52: Es wünschen sich vermutlich alle eigentlich ein Ende dieser Pandemie und eine neue Normalität ja Scherer wenngleich wir vermutlich auch das hatten wir schon thematisiert an der ein oder anderen Stelle

00:53:04: davon ausgehen müssen das Corona

00:53:07: eben nicht neue next Erkrankung wird denn noch aber zum üblichen erkrankungs geschieden wird dazu zählen und es gibt ja durchaus die Vermutung die Hypothese

00:53:17: dass sich dieses saß zwei Coronavirus zu den üblichen verdächtigen erkältungs Coronavirus dazu gesellen wird als etwas

00:53:26: ja gefährlich ihrer Vertreter den man respektieren muss mit dem man den Umgang lernen wird das heißt Corona bleibt in jedem Fall ein medizinisches auch ein Hausarzt IST man natürlich so gesehen

00:53:36: wenn man dann in Evidenz Update macht liegt es auf der Hand dass Corona ein hier und da auch weiter

00:53:43: begleiten wird nicht wahr das liegt auf der Hand und wir sehen uns an den lokalen.

00:53:48: Ausbrüchen an diesem kleinen feuern die überall immer wieder entstehen und das ist ganz wichtig dass die sich nicht zu einem Brandherd.

00:53:58: Oder zu einem größeren steuerverein

00:54:00: und das daneben auch ein klinisch geübter Umgang mit der Zeit entsteht und auch sollen wir mal ein geübtes wissen oder wissen gefunden wird das sinnvoll ist und dass man einüben kann dass man anwenden kann dafür soll ja gerade dann auch so ein evidence Update.

00:54:13: Sinnvollerweise stehen können neben all den anderen Möglichkeiten die es da gibt er wäre damit sind wir am Ende einer sehr speziellen Episode

00:54:23: die wird da gemacht haben Cliffhanger gibt's heute kein das kann ich schon mal sagen wir haben nämlich doch einige jetzt schon vor weggezogen vielleicht eines.

00:54:31: Sollten wir am Ende aber noch platzieren wir hatten schon erwähnt das Kompetenznetz public health

00:54:37: zu covid-19 an dem auch die Idee kam unter anderem Teil hat das hat diverseste Stellungnahmen in empfehlungs Papiere arbeitet in den letzten Wochen und Monaten und jetzt jüngst

00:54:48: in der vergangenen Woche eines zum Umgang der Politik mit der Zeit nach dieser akuten Krise und da steht unter anderem folgende Absatz drin den zitiere ich jetzt mal.

00:54:58: In der Pandemie wird besonders deutlich welche zentrale Rolle sozialer Ungleichheit bei der Verbreitung und Bewältigung von covid-19 zukommt

00:55:05: viele Menschen leben oder arbeiten derzeit unter Bedingungen die es ihnen unmöglich machen sich und andere vor Infektion zu schützen.

00:55:14: Sie müssen auf engem Raum zusammenleben oder sie müssen trotz Krankheit oder unzureichend geschützt arbeiten.

00:55:19: Die Forderung nach geteilter Verantwortung Kommunikation und Kompetenzerwerb richten wenig aus solange unsere Gesellschaft und die politisch Verantwortlichen solche Rahmenbedingungen akzeptieren und nicht grundsätzlich ändern.

00:55:30: Zitat Ende wenn ich das lese in einem Dokument das über eine Woche alt ist und mir.

00:55:39: Die Situation bei Tönnies anschaut in dieser Wurstfabrik in dieser Fleischerei und jetzt gibt es auch noch im zweiten Klasse haben wir gestern erfahren auch wieder in so einem groß Schlachtbetrieb.

00:55:50: Dann läuft es mir kalt den Rücken runter dann haben die Autoren in wenigen Worten eine riesengroße soziale Dimension eine politische Dimension aufgemacht was sagt Corona.

00:56:03: Über unsere Gesellschaft aus Skoda Tag der unsere Gesellschaft etwas

00:56:08: aus dass wir auch in unseren Episoden immer wieder angesprochen haben das nehme ich diejenigen die sozial benachteiligt sind nicht nur ökonomisch sondern auch gesundheitlich

00:56:19: am stärksten betroffen sind und es gibt ja hier und da stimmen die.

00:56:25: Entweder bewusst oder unbewusst einen Generationenkonflikt schüren wollen indem sie sagen schaut mal hier die alten schützt ihr in der Korona Krise aber die Jungen und die nachfolgenden Generationen die.

00:56:38: Mit den Folgen des Klimawandels zu kämpfen haben die schützt ihr nicht oder ganz anders.

00:56:43: Gibt ja nicht wenige denen Lockdown und Restriktionen nicht scharf genug sein können eben weil sie sagen ihr müsst sie alt noch

00:56:53: besser schützen die dann den locker ran und den sogenannten beschwichtigen entgegenhalten dass ihn die alten nicht wichtig genug sein.

00:57:02: Wie auch immer egal ob alarm oder Sorglosigkeit die Bruch Linien unserer Gesellschaft verlaufen nicht zwischen Jung und Alt sondern sie verlaufen zwischen Arm und Reich die Armut

00:57:15: kennt auch kein Alter von ihr sind die jungen ebenso betroffen

00:57:20: wie die älteren und wenn wir wirklich Zusammenhalt und Solidarität wollen wenn wir.

00:57:26: Bei der Prävention und bei der Behandlung von chronischen Erkrankungen auf gesellschaftlicher Ebene wirklich was erreichen wollen dann.

00:57:35: Müssen wir.

00:57:37: Wirklich an diesem sozialen Gradienten arbeiten und das zeigt der Fall Tönnies noch mal auf ganz.

00:57:46: Anschaulicher aber auch gruselige Art und Weise.

00:57:50: Scherer das ist ein Cliffhanger in gewisser Weise ich nehme ihn jedenfalls mal so auf also das ist ein Thema dass uns seit eh und je beschäftigt und weiter beschäftigen wird und ich vermute mal das wird auch in einer der nächsten

00:58:02: Evidenz Update Episoden eines sein können vielleicht gestatten Sie mir doch noch die Frage nach so einem halben Cliffhanger wenn sie nach Bayern fahren nehmen die da ja Mikrofon mit.

00:58:12: Das Mikrofon ist die Achillesferse dieses Podcast.

00:58:16: Wenn du irgendwo ein Problem hatten von Anfang an dann war sie Tonqualität und ich habe vor 6 Wochen ein neues Mikrofon bestellt es ist bis zum heutigen Tage

00:58:26: nicht gekommen sollte es bis zum Freitag noch erscheinen oder in der Post liegen oder vom Paket Händler gebracht werden dann nehme ich es mit.

00:58:36: Zweifel Teig geht auch das Headset an dass wir uns gewöhnt haben Herr Scherer ich bedanke mich sehr für diese ja spezielle Episode für diese.

00:58:46: Imbiss erweise Making Of Episode es hat mir sehr viel Freude gemacht auch mal so ein bisschen zu plaudern über dies und das.

00:58:54: Ich hoffe es geht Dir ähnlich es gibt mir sehr ähnlich ich bin sehr dankbar ich habe schon an vielen Dank platziert vielleicht.

00:59:04: Darf ich auch einmal der Ärztezeitung als Ganzes dann dass sie dieses Projekt mit trägt und dass wir das machen dürfen.

00:59:13: Mir wirklich große Freude gemacht und ich freue mich dann auf einen neuen Aufschlag im August in diesem Sinne Herrscher ich ruhe mich auch.

00:59:21: Wir hören uns wieder und allen Hörerinnen und Hörern denke ich wünschen wir jetzt ein paar erholsame Sommer Wochen mit hoffentlich wenig Lockdown und hoffentlich.

00:59:31: Music.